Aug 1, 2025

Teil 5 Der vierte Tag: Finale und Fazit

Der vierte Tag war als Präsentationstag offen gestaltet und rekapitulierte die Projektwoche.

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Der vierte Tag der Projektwoche war hauptsächlich ein schulweiter Präsentationstag. Es gab Aufführungen in der Aula von diversen Gruppen und viele gingen von Raum zu Raum, um die Projekte von anderen kennenzulernen. Deswegen war an ein kontinuierliches Arbeiten in der großen Gruppe nicht mehr zu denken.

In unserem Projektraum hatte ich noch mehrere QR-Codes zu Internetseiten aufgehängt, auf denen sich Besucher und Projektteilnehmer eigenständig Informationen holen konnten. So hatte ich zum Beispiel den Sparplanrechner vom Blocktrainer platziert, um die Stärken langfristigen und kontinuierlichen Sparens darzulegen. Denn bei der eher höheren Zeitpräferenz der Jugendlichen zeigte der Rechner schön auf, dass selbst kleinere Beträge während der Etablierung eines neuen Geldes sinnvoll sein könnten.

Mit der Seite Fix Your Money konnte man sich das Thema der Recheneinheit genauer ansehen, was gerade für Schülerinnengruppe interessant war, die sich mit „Investment“ beschäftigen wollte. Das Verständnis für ein Umwechseln der Recheneinheit fiel den Projektteilnehmern und Gästen eher schwer.

Die Blockchain habe ich mit dem Beamer und der Seite mempool.space visualisiert, an der wir Interessenten einige Aspekte aufzeigen konnten und die interaktiv mehr Eindruck machte als die Simulation vom Tag davor.

In der Projektbeschreibung hatte ich als Werbung angegeben, dass jedes Thema Anknüpfungspunkte zu Bitcoin bietet, so dass an diesem Tag noch Kleingruppen zu eigenen Themen recherchierten. Einige interessierte das Thema Kriminalfälle um Bitcoin, während andere Beispiele der Verwendung im Bereich Sport suchten (Vereine oder Einzelpersonen). Eine Schülergruppe spielte ein Pokertunier und setzte die bisher eingenommenen Satoshis als Gewinn ein, eine andere versuchte sich an der Produktion eines Bitcoin-Songs mit KI-Tools. Auf die Frage der Schülerinnen und Schüler, wo sie denn nun diese Satoshis herbekommen könnten, falls sie welche haben wollten, konnte ich ihnen nun wahrlich keine vollends befriedigende Antwort geben: Da alle Teilnehmer noch nicht volljährig waren, machte ich sie auf das Problem des KYC-Verfahrens aufmerksam. Einige wertvolle Tipps konnte ich ihnen aber natürlich geben (grüezi!).

Das Fazit nach dem Schülerfeedback fiel insgesamt positiv aus. Hervorgehoben wurden vor allem die Praxisteile, die ich in Zukunft wahrscheinlich erweitern würde. Die Dokumentation „Mythos Satoshi“ wurde zwar gelobt, aber eine Kürzung am Ende nahegelegt. Ich selbst würde für den nächsten Durchgang sicherlich etwas mehr Zeit für die Beschäftigung mit der Funktionsweise des Bitcoinnetzwerkes einplanen und einige freie Recherchen gegen etwas gelenktere Arbeitsphasen mit ausgewählten Materialien austauschen. Zudem bietet es sich an, das Thema Bitcoin als Tauschmittel noch stärker zu betonen und vielleicht mit einigen technischen Spielereien deutlich zu machen, was programmierbares Geld in guter Form leisten kann (z.B. Süßigkeitenspender, Pollofeed, Nostr etc.). Auf meine Nachfrage, ob das Thema auch sonst im Schulalltag eine größere Rolle spielen könnte, zum Beispiel durch das Anbieten einer AG (Arbeitsgemeinschaft), erhielt ich ein klares Ja. Insgesamt bleibt mir die Projektwoche als sehr intensiv, schön, didaktisch lehrreich für mich und motivierend in Erinnerung. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein...

 

Wer seinen Einfluss oder seine Arbeit beim Lesen der Texte wiedererkennt, soll sich meines Dankes sicher sein. Viele Beiträge, Hinweise und Gespräche haben diese Projektwoche zu dem gemacht, was sie wurde und deshalb gilt:

Plebs together strong!